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Was eine gute Website ausmacht.

Woran ich eine gute Unternehmenswebsite erkenne, und was Sie selbst prüfen können.

· 5 Min. Lesezeit

Schön allein reicht nicht. Eine gute Website hilft Besuchern, schnell zu verstehen, ob sie bei Ihnen richtig sind, und macht den nächsten Schritt leicht. Das sind die Punkte, auf die ich bei jedem Projekt achte.

In wenigen Sekunden klar

Oben auf der Startseite sollte stehen, was Sie anbieten, für wen und wo. Ohne Fachbegriffe und ohne Werbefloskeln. Wer das erst suchen muss, ist oft schon wieder weg.

Ein klarer nächster Schritt

Ob Anruf, Anfrage oder Terminbuchung: Der wichtigste Weg zu Ihnen sollte auf jeder Seite leicht zu finden sein. Lieber ein klarer Knopf als fünf gleich laute.

Gut auf dem Handy

Viele Besucher kommen über das Smartphone. Texte müssen dort gut lesbar sein, Knöpfe groß genug zum Tippen und Telefonnummern direkt anrufbar.

Schnell und zugänglich

  • Bilder in passender Größe, damit die Seite auch unterwegs schnell lädt.
  • Genug Kontrast und klare Überschriften, damit alle gut lesen können.
  • Bedienbar auch ohne Maus, zum Beispiel mit der Tastatur.

Echte Inhalte statt Platzhalter

Eigene Fotos, echte Projekte und ehrliche Antworten auf häufige Fragen schaffen mehr Vertrauen als austauschbare Bilder und große Versprechen.

Eine klare Struktur

Besucher sollten nach wenigen Klicks dort sein, wo sie hinwollen. Das gelingt mit einer Navigation aus wenigen, eindeutig benannten Punkten. Bezeichnungen wie „Leistungen“, „Arbeiten“ oder „Kontakt“ versteht jeder, kreative Namen kosten dagegen Aufmerksamkeit. Jede Leistung, die Kunden gezielt suchen, verdient eine eigene Seite. So landen Besucher von Google direkt auf dem passenden Inhalt statt auf einer allgemeinen Startseite.

  • Die wichtigsten Inhalte sind höchstens zwei Klicks von der Startseite entfernt.
  • Jede Leistung, nach der Kunden gezielt suchen, hat eine eigene Seite.
  • Überschriften verraten, was im Abschnitt steht.
  • Der Weg zum Kontakt steht auf jeder Seite, in der Kopf- oder Fußzeile.

Gestaltung, die den Inhalt trägt

Gute Gestaltung fällt nicht durch Effekte auf, sondern dadurch, dass man sich zurechtfindet: ein ruhiges Raster, genug Weißraum, wenige Schriften und Farben, die zu Ihrem Auftritt passen. Bewegung kann helfen, Aufmerksamkeit zu lenken, darf aber nie den Inhalt verdecken oder die Seite bremsen. Wer in seinem Betriebssystem Bewegungen reduziert hat, sollte auch auf Ihrer Website keine großen Animationen sehen.

Die Website sollte außerdem zum übrigen Auftritt passen: Logo, Farben und Schrift sind dieselben wie auf Visitenkarte, Angebot und Firmenschild. Wie ein einheitlicher Markenauftritt entsteht, hängt davon ab, was schon vorhanden ist.

Texte, die Fragen beantworten

Die meisten Besucher kommen mit einer konkreten Frage: Machen Sie das? Was kostet das ungefähr? Wie läuft das ab? Wann kann es losgehen? Je mehr dieser Fragen Ihre Website beantwortet, desto weniger Rückfragen gibt es und desto besser vorbereitet sind die Anfragen, die ankommen. Wie solche Texte entstehen, beschreibe ich im Beitrag Texte für die Website schreiben.

Gefunden werden

Eine gute Website ist so gebaut, dass Suchmaschinen sie verstehen: ein eindeutiger Titel und eine Beschreibung je Seite, eine saubere Überschriftenstruktur, sprechende Adressen und eine Sitemap. Dazu kommen strukturierte Daten, die Angaben wie Leistungen, Ort und Kontakt maschinenlesbar machen. Das sind keine Tricks, sondern Grundlagen, die bei jeder neuen Website von Anfang an dabei sein sollten. Mehr dazu auf der Seite zu SEO.

Immer mehr Menschen fragen außerdem KI-Assistenten nach Empfehlungen. Dieselben Grundlagen helfen auch dort, wie ich im Beitrag Wie KI-Assistenten Unternehmen finden erkläre.

Rechtliches nicht vergessen

Impressum und Datenschutzerklärung müssen leicht erreichbar sein, üblicherweise über einen Link in der Fußzeile jeder Seite. Werden Dienste eingebunden, etwa Karten, Videos oder Analysewerkzeuge, gehören sie in die Datenschutzerklärung, und manche brauchen vorher eine Einwilligung. Weniger eingebundene Dienste bedeuten weniger Hinweise, weniger Banner und meist auch eine schnellere Seite.

Häufige Schwächen

  • Die Startseite erzählt vom Unternehmen, aber nicht, was Kunden davon haben.
  • Kontaktdaten sind versteckt oder nur im Impressum zu finden.
  • Bilder aus Bilddatenbanken, die man schon auf vielen anderen Seiten gesehen hat.
  • Veraltete Inhalte wie alte Öffnungszeiten, Aktionen oder Ansprechpartner.
  • Lange Ladezeiten durch große Bilder oder viele Erweiterungen.

Vertrauen aufbauen

Besucher entscheiden schnell, ob sie einem Unternehmen vertrauen. Dabei helfen echte Fotos von Ihnen und Ihrer Arbeit, Beispiele und Referenzen, Kundenstimmen mit Namen, vollständige Kontaktangaben und ein gepflegtes Impressum. Wer sieht, mit wem er es zu tun hat, fragt eher an.

Eine Website ist nie ganz fertig

Eine gute Website wächst mit dem Unternehmen. Neue Leistungen, Projekte oder häufige Kundenfragen gehören auf die Seite. Wer sie regelmäßig pflegt, bleibt für Kunden aktuell und für Google interessant.

Kurze Checkliste für Ihre Website

  • Steht oben auf der Startseite in einem Satz, was Sie anbieten, für wen und wo?
  • Finden Besucher auf jeder Seite einen klaren Weg zur Anfrage?
  • Lässt sich die Seite auf dem Handy bequem lesen und bedienen?
  • Lädt sie auch unterwegs schnell?
  • Gibt es echte Fotos, Beispiele und Antworten auf häufige Fragen?
  • Sind Kontaktdaten, Öffnungszeiten und Angebote aktuell?
  • Sind Impressum und Datenschutzerklärung von jeder Seite aus erreichbar?

Wenn Sie bei mehreren Punkten zögern, lohnt sich ein genauerer Blick. Oft reichen gezielte Verbesserungen, manchmal ist ein Relaunch der bessere Weg.

Wie oft sollte ich meine Website überarbeiten?

Kleine Pflege gehört in den Alltag: Angebote, Öffnungszeiten, neue Projekte. Ein gründlicher Blick lohnt sich, wenn sich Ihr Angebot ändert, die Seite auf neuen Geräten schlecht aussieht oder kaum noch Anfragen bringt. Eine feste Zahl an Jahren gibt es dafür nicht.

Brauche ich einen Blog?

Nicht zwingend. Ein Blog lohnt sich, wenn Sie regelmäßig Fragen Ihrer Kunden beantworten können und dafür Zeit haben. Wenige gute Beiträge, die echte Fragen beantworten, bringen mehr als viele kurze. Wer keine Zeit hat, investiert besser in gute Leistungsseiten.

Wie wichtig sind eigene Fotos?

Sehr wichtig. Echte Fotos von Ihnen, Ihrem Team, Ihren Räumen und Ihrer Arbeit schaffen Vertrauen, das Bilder aus Datenbanken nicht leisten. Es müssen nicht immer Profifotos sein, aber sie sollten scharf, hell und aktuell sein.

Woran merke ich, ob meine Website funktioniert?

Am einfachsten an den Anfragen: Fragen Sie neue Kunden, wie sie auf Sie gekommen sind. Dazu zeigen eine Besucherstatistik und die Google Search Console, wie viele Menschen kommen, über welche Suchanfragen und welche Seiten sie lesen.

Ein einfacher Test: Geben Sie Ihre Website jemandem, der Ihr Unternehmen nicht kennt, und fragen Sie nach einer Minute, was Sie anbieten und wie man Sie erreicht.

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