Angebote für Websites unterscheiden sich stark, im Preis und vor allem darin, was enthalten ist. Mit diesen Fragen finden Sie heraus, ob jemand zu Ihnen passt.
Vor dem Gespräch
- Gibt es Arbeiten, die Sie sich ansehen können, auch auf dem Handy?
- Wird die Website individuell gestaltet oder aus einer fertigen Vorlage gebaut?
- Wer ist Ihr Ansprechpartner, und wie erreichen Sie ihn?
Zum Angebot
- Steht schriftlich, welche Seiten und Funktionen enthalten sind?
- Wie viele Korrekturrunden sind eingeplant?
- Wer schreibt die Texte, und wer kümmert sich um Bilder?
- Was kostet es, wenn später etwas dazukommt?
Nach dem Start
- Gehören Ihnen Domain, Inhalte und Zugänge?
- Wer kümmert sich um Hosting, Aktualisierungen und Sicherungen?
- Können Sie kleine Änderungen selbst machen, oder gibt es dafür Betreuung?
Freelancer oder Agentur?
Beides kann gut passen. Bei einem Freelancer sprechen Sie meist direkt mit der Person, die gestaltet und baut. Das macht Abstimmungen kurz. Eine Agentur hat mehr Leute und kann große Projekte parallel stemmen, dafür laufen Gespräche oft über eine Projektleitung. Wichtiger als die Größe ist, ob die Arbeitsweise zu Ihnen passt und ob jemand erreichbar bleibt.
Referenzen richtig prüfen
- Öffnen Sie die Beispiele auf dem Handy, dort sind die meisten Ihrer Besucher.
- Achten Sie darauf, wie schnell die Seiten laden und wie leicht Sie zur Anfrage kommen.
- Fragen Sie, was genau der Anbieter bei dem Projekt gemacht hat: Gestaltung, Texte, Technik oder alles.
- Eine Referenz aus Ihrer Branche ist schön, aber nicht nötig. Entscheidend ist, ob die Seiten klar und durchdacht wirken.
Warnsignale
- Garantierte Plätze bei Google. Das kann niemand versprechen.
- Die Domain wird auf den Anbieter statt auf Sie registriert.
- Lange Vertragslaufzeiten, die im Gespräch nicht erwähnt wurden.
- Kein schriftlicher Umfang, nur ein Stundensatz ohne Rahmen.
- Ausweichende Antworten auf die Frage, was nach dem Start passiert.
Das Erstgespräch nutzen
Ein gutes Erstgespräch dreht sich um Ihr Unternehmen und Ihre Kunden, nicht um Technik. Danach sollten Sie wissen, wie das Projekt abläuft, wer Ihr Ansprechpartner ist und was Sie beitragen müssen. Wenn Sie nach dem Gespräch mehr Fragen haben als vorher, ist das ein Hinweis.
Angebote vergleichbar machen
Zwei Angebote mit ähnlichem Preis können ganz Unterschiedliches enthalten. Damit Sie fair vergleichen können, legen Sie dieselben Punkte nebeneinander. Fehlt ein Punkt im Angebot, fragen Sie nach, statt anzunehmen, dass er enthalten ist.
- Umfang: Seiten, Sprachen und Funktionen.
- Gestaltung: eigene Gestaltung, angepasste Vorlage oder Baukasten.
- Inhalte: Wer liefert Texte und Bilder?
- Ablauf: Wie viele Feedbackrunden gibt es, und wie geben Sie Rückmeldung?
- Nach dem Start: Hosting, Wartung, Änderungen und was sie kosten.
- Rechte: Wem gehören Domain, Zugänge und Inhalte?
Wovon der Preis abhängt und wie Sie Kosten einordnen, erkläre ich im Beitrag Was kostet eine Website?.
Wie die Zusammenarbeit aussieht
Fragen Sie nicht nur, was am Ende herauskommt, sondern auch, wie der Weg dorthin aussieht. Wie oft hören Sie vom Anbieter? Wo sehen Sie den Stand? Geben Sie Rückmeldung per E-Mail, im Gespräch oder in einem Portal? Klare Abläufe sparen auf beiden Seiten Zeit und verhindern, dass Anmerkungen in langen E-Mail-Verläufen untergehen. Wie das bei mir aussieht, zeigt der Beitrag So läuft ein Website-Projekt ab.
Rechte und Eigentum klären
Ein Punkt, der oft erst später auffällt: Wem gehört was? Die Domain sollte auf Ihr Unternehmen registriert sein, nicht auf den Anbieter. Sie sollten Zugang zu Ihren Inhalten haben und sie mitnehmen können, falls Sie später wechseln. Bei Bildern und Schriften lohnt die Frage, ob die Lizenzen nach dem Projekt weiter für Sie gelten. Das lässt sich vorher mit einem Satz im Angebot festhalten.
In der Nähe oder aus der Ferne
Viele Projekte lassen sich vollständig per Video und Kundenportal umsetzen. Ein Treffen vor Ort kann trotzdem hilfreich sein, etwa wenn Fotos in Ihren Räumen entstehen sollen oder Sie Ihr Unternehmen lieber persönlich zeigen. Entscheidend ist, dass der Anbieter gut erreichbar ist und Termine verlässlich einhält, ob er nun im selben Ort sitzt oder nicht. Wer in der Region Stuttgart sucht, findet auf der Seite Webdesign Stuttgart mehr zu meiner Arbeit vor Ort.
Wer bleibt nach dem Start Ansprechpartner?
Eine Website braucht auch nach dem Start Pflege. Klären Sie vorher, ob der Anbieter Hosting und Wartung übernimmt, wie schnell er auf Änderungswünsche reagiert und was das kostet. Wichtig ist auch, was passiert, wenn Sie die Betreuung später beenden möchten: Bekommen Sie dann alle Zugänge und Dateien? Mehr dazu im Beitrag Hosting und Wartung.
Ihre Vorbereitung
- Notieren Sie, was die Website erreichen soll: mehr Anfragen, weniger Telefonate, ein besserer erster Eindruck.
- Sammeln Sie zwei oder drei Websites, die Ihnen gefallen, und überlegen Sie, warum.
- Legen Sie fest, wer bei Ihnen entscheidet und Rückmeldung gibt.
- Schauen Sie, welches Material schon da ist: Logo, Bilder, Texte.
- Überlegen Sie sich eine grobe Budgetspanne. Das hilft, einen passenden Umfang vorzuschlagen.
Wie viele Angebote sollte ich einholen?
Zwei oder drei reichen meist. Wichtiger als die Zahl ist, dass alle Anbieter dieselben Informationen bekommen. Nur dann lassen sich die Angebote fair vergleichen.
Muss mein Webdesigner aus meiner Branche kommen?
Nein. Erfahrung in Ihrer Branche kann helfen, ist aber keine Voraussetzung. Wichtiger ist, dass jemand die richtigen Fragen zu Ihren Kunden stellt und versteht, was diese auf Ihrer Website suchen.
Was ist, wenn mir der Entwurf nicht gefällt?
Dafür gibt es Feedbackrunden. Sagen Sie früh und konkret, was nicht passt und warum. Ein guter Anbieter fragt nach, statt zu raten, und klärt die Richtung schon bei der Struktur, bevor Einzelheiten gestaltet werden.
Kann ich später den Anbieter wechseln?
Wenn Domain, Zugänge und Inhalte Ihnen gehören, ja. Lassen Sie sich das im Angebot bestätigen und bewahren Sie die Zugänge sicher auf.
Ein gutes Zeichen ist, wenn Ihnen jemand auch sagt, was Sie nicht brauchen. Ein schlechtes, wenn die Antworten auf diese Fragen ausweichend bleiben.



